TOP Ö 3: Vorbereitung der Verbandsversammlung Kläranlage Reichenbach an der Fils
- Klärschlammbehandlung und -verwertung
- Vorstellung des Entwurfes für bauliche und verfahrenstechnische Erneuerung
- Gründung des Zweckverbandes Klärschlammverwertung Böblingen (kbb)
- Beitritt des Abwasserverbandes Kläranlage Reichenbach

Der stimmführende Vertreter der Gemeinde Reichenbach an der Fils in der Verbandsversammlung des Abwasserverbandes Kläranlage Reichenbach an der Fils wird angewiesen, in der Verbandsversammlung wie folgt abzustimmen:

 

-       Zustimmung zum Beschlussvorschlag in der Abwasserverbands-Drucksache ABW/2020/003 über die Klärschlammbehandlung und –verwertung - Vorstellung des Entwurfes für bauliche und verfahrenstechnische Erneuerung.

-       Zustimmung zum Beschlussvorschlag in der Abwasserverbands-Drucksache ABW/2020/005 über die Gründung des Zweckverbandes Klärschlammverwertung Böblingen (kbb) – Beitritt des Abwasserverbandes Kläranlage Reichenbach.


Zu diesem Tagesordnungspunkt kann BM Richter Frau Streif von Weber Ingenieure und Herrn Hauff vom Gruppenklarwerk Wendlingen begrüßen.

 

Frau Streif informiert, dass die gesamte Klärschlammentwässerung auf der Kläranlage Defizite aufweist und der Handlungsbedarf bereits in der Vor-Ort-Verbandsversammlung im September 2016 verdeutlich wurde.

 

Zusätzlich ist seit Frühjahr 2019 die Kammerfilterpresse nicht mehr funktionstüchtig und die dazugehörige Peripherie entspricht teilweise nicht mehr den geforderten Sicherheitsstandards. Daher erfolgt die Behandlung des Schlammes mit einer mobilen Entwässerungsanlage, bei der das alte Nachklärbecken als Zwischenspeicher genutzt wird.

 

Daher haben Weber Ingenieure eine zukunftsfähige Schlammentwässerungsmöglichkeit konzipiert.

 

Die Entwurfsplanung sieht einen Neubau der Schlammentwässerung als wirtschaftlichste Lösung vor.

 

Hierbei amortisieren sich die Investitionskosten durch erhebliche Einsparungen bei den Betriebskosten. So lagen die Entwässerungskosten 2019 bei rund 300.000 Euro/Jahr und werden in 2020 voraussichtlich auf über 410.000 Euro/Jahr steigen.

 

Frau Streif erläutert die Ergebnisse der Vorplanung, die vorsieht, das Gebäude am selben Standort wie seither zu bauen und so vorhandene Strukturen nach wie vor zu nutzen.

 

Aufgrund von Entwässerungsversuchen mit Maschinen unterschiedlicher Hersteller erfolgt die weitergehende Planung mit einer Zentrifuge, die im Vergleich zur Schneckenpresse die günstigere Variante darstellt.

 

Sie erläutert die konkrete Planung von Schlammentwässerungsgebäude und Schlammsilo.

 

Die Kostenberechnung sieht für die Gesamtbaumaßnahme einen Rahmen von 2 Millionen Euro vor.

 

GR Munz sieht aufgrund der starken Defizite bei der jetzigen Methode die Notwendigkeit, die Maßnahmen wie vorgeschlagen, zu realisieren.

 

Auch GR Hypa, GR Höger und GR Neher sprechen sich für diese Lösung aus.

 

Im Hinblick auf den Zeitrahmen für die Realisierung der Maßnahmen, geht Frau Steif von einer Vergabe in einem Jahr aus.

 

Eine Besichtigung wie von GRin Baach vorgeschlagen, hält BM Richter erst nach der Realisierung der Maßnahme für sinnvoll.

 

Was den Beitritt zum Zweckverband Klärschlammverwertung Böblingen betrifft, sieht BM Richter keine Alternative.

 

GR Weigert freut sich, dass es auf dieser Ebene eine weitere konstruktive Zusammenarbeit der beiden Landkreise Böblingen und Esslingen nach dem Kompostwerk Kirchheim und der Vergärungsanlage Leonberg gibt.

 

Nach weiterer Diskussion ergeht der einstimmige

 

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