Betreff
Aufbau einer Ladeinfrastrukur für Elektrofahrzeuge in Reichenbach
-Vergabe der Anschlussarbeiten und Lieferung der Ladesäulen
Vorlage
2018/030
Aktenzeichen
794.02
Art
Beschlussvorlage

Der Verkehrssektor ist für rund 25 % der CO2-Emissionen in der EU verantwortlich. Vor dem Hintergrund der weiter wachsenden Verkehrsleistung (Personen- und Güterverkehr) und dem Erfordernis, Mobilität dauerhaft zu gewährleisten, ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für das Erreichen der energie- und klimaschutzpolitischen Ziele der Bundesregierung die Umstellung der Energiebasis des Verkehrs auf Strom aus erneuerbaren Energien in Verbindung mit innovativen Antriebstechnologien. Die Elektromobilität ist hierfür eine Grundvoraussetzung und Elektrofahrzeuge (E-Fahrzeuge) leisten einen wichtigen Beitrag zur Senkung der CO2- Emissionen und damit zur Begrenzung der Folgen des Klimawandels sowie zur Reduzierung lokaler Schadstoff- und Lärmemissionen. Um dies zu realisieren, ist der Aufbau eines bedarfsgerechten, flächendeckenden und nutzerfreundlichen Netzes an Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge eine der entscheidenden Bedingungen für den Erfolg der Elektromobilität (vgl. BMVI, 2017).

 

Im Rahmen der daraus resultierenden Bundesförderrichtlinie „Ladeinfrastruktur für Elektrofahr- zeuge in Deutschland“ vom 13.02.2017, konnte mit Hilfe umfangreicher Planungs- und Beratungsvorleistungen der EnBW auf den ersten Förderaufruf vom 15.02.2017, der dem „Windhundprinzip“ folgte, reagiert werden. Durch die schnelle und fachkundig begleitete Antragstellung, wurde die Gemeinde Reichenbach mit Förderzusage vom 27.09.2017 direkt im ersten Aufrufverfahren mit einem Zuschuss von 32.022,00 € (40% von Gesamtkosten in Höhe von 80.055,00 €) für den Aufbau von 6 Doppelladestationen berücksichtigt.

 

Die anschließende Prüfung weiterführender Planungsmöglichkeiten zur Errichtung der Lade- infrastruktur ergab, dass abgesehen von der EnBW als örtlicher Stromnetzbetreiber, bereits die Ingenieurleistungen hierfür etwa 1/7 der Gesamtausgaben ergeben hätten. Aus diesem Grund wurde bewusst die EnBW mit der Gesamtplanung- und Ausführung beauftragt, da innerhalb der Antragstellung bereits die Vorplanung erstellt wurde und durch das ganzheitliche Leistungspaket erhebliche Einsparungen erzielt werden. Dabei umfassen die Leistungen im Einzelnen den Netzanschluss, die Tiefbauarbeiten sowie die Lieferung und der spätere Betrieb der Ladesäulen.

 

Vor allem für den späteren Betrieb der Ladesäulen stellt die EnBW ein verlässlichen Partner dar, der bereits den Raum Stuttgart und Esslingen mit der gleichen bewährten und praxiserprobten Technik versorgt, die in Reichenbach zur Anwendung kommen soll. Es ist deshalb für folgende Standorte die Ladesäule vom Typ EnBW AC-Ladestation 3.0 (Doppelladestation) vorgesehen:

 

·         Brühlhallenparkplatz (Senkrechtparkplätze)

·         Bahnhofstraße (gegenüber Haus Nr. 16)

·         Ulmer Straße (nördlich Südwestbank)

·         Marienstraße (Schrägparker)

·         Kirchstraße (gegenüber Haus Nr. 4)

·         Edeka Parkplatz Daiber

 

Die o.g. Ladesäule erfüllt dabei alle Anforderungen gemäß dem Stand der Technik und der geforderten Kriterien gemäß Förderrichtlinie. Im Folgenden sind die wichtigsten Merkmale aufgeführt:

 

·         Typ 2 Lademöglichkeit mit max. 22 kW

·         Schuko Lademöglichkeit mit max. 3,6 kW

·         Lastmanagement

·         Wlan ready

·         RFID & App Zugang

·         TAB – konform

·         Backendfähig

 

Die detaillierten Spezifikationen können dem beiliegenden Datenblatt entnommen werden.

Zudem sind durch die modulare Bauweise Nachrüstungen für die Zukunft möglich und das Aussehen mit eigenem Logo gestaltbar (Branding). 

 

Der Betrieb der Ladesäulen soll ebenfalls durch die EnBW erfolgen. Dies beinhaltet bei  69,00€/Monat und Säule die Anbindung an das EnBW Backend, das Roaming Management, die Standortdatenverwaltung, ein 24h Störungsservice, die Fernüberwachung, die Wartung vor Ort,  die UMTS-Datenübertragung als auch die Ausschüttung der Ladeeinnahmen, die bei 50% liegt. Eine Darstellung der Ladekosten ist in der Tarifübersicht der EnBW beigefügt. In diesem Zusammenhang ist wichtig zu erwähnen, dass der Netzanschluss der Ladesäulen zwingend über einen Ökostromtarif zu erfolgen hat.

 

Weiteres Vorgehen:

Nachdem die genauen Ladesäulenstandorte genau festgelegt wurden, beauftragt die Gemeindeverwaltung die EnBW mit der Lieferung und Montage der 6 Ladesäulen zu einem Gesamtpreis von 80.055,00 €. Dabei liegen die reinen Netzanschlusskosten bei ca. 10.000,00 € und die Kosten für die Tiefbauarbeiten und die Ladesäulen bei 70.000,00 €. Die Arbeiten sind für Ende März/Anfang April vorgesehen. Die betroffenen Parkflächen werden im Anschluss entsprechend der Vorgabe über das E-Ladesymbol markiert.

.

 

Priorität B: Bürgermeister und Amtsleiter sind vom Sachbearbeiter aktiv zu informieren. Der Gemeinderat erhält die Informationen auf Wunsch ebenfalls, jedoch sollte hier nicht die Erwartungshaltung entstehen, dass Gemeinderäte über jeden Schritt der Verwaltung im Detail Bescheid wissen müssen. Beteiligte / Betroffene und die Öffentlichkeit werden über das Ergebnis informiert

 

 

 

 

Von der Sachdarstellung wird Kenntnis genommen

 

Die Lieferung und Montage sowie der spätere Betrieb von 6 Ladesäulen zur Errichtung einer örtlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Reichenbach, wird an die EnBW zum Angebotspreis von 80.055,00 € (netto) vergeben

 

Finanzielle Auswirkungen                              Ja                                               Nein

 

   Ergebnishaushalt

         Teilhaushalt:                                                   Produktgruppe:      

 

   Investitionsmaßnahme      

         Investitionsauftrag: 753102100002

 

Ausgaben
in €

 

lfd. Jahr

Folgejahr(e)

davon VE

Planansatz

     80.000,00 €

     

     

üpl / apl

     80.055,00 €

     

     

Gesamt

     

     

     

 

Einnahmen
in €

 

lfd. Jahr

Folgejahr(e)

Planansatz

     

     

üpl / apl

     32.000,00 €

     

Gesamt