Betreff
Forstwirtschaftlicher Betriebsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2021
Vorlage
2020/099
Aktenzeichen
855.12
Art
Beschlussvorlage

Vom Landratsamt Esslingen – Forstamt wurde der aus dem Forsteinrichtungswerk 2017 – 2026 entwickelte Betriebsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2021 bestehend aus dem Nutzungs- und Kulturplan übergeben.

Die Betriebszahlen wurden aus dem Forsteinrichtungswerk abgeleitet. Der entsprechende Beschluss wurde vom Gemeinderat in der Sitzung am 25.04.2017 gefasst.

 

Der jährliche Betriebsplan ist nach § 51 Abs. 2 des Landeswaldgesetzes vom Gemeinderat zu beschließen.

 

In der Forsteinrichtung 2017 – 2026 lauten die Planzahlen für die jährliche Nutzung:

 

 

2017 – 2026

jährlich

2021 geplant

geplant 2020

Vornutzung planmäßig

4.200

420

150

0

Vornutzung zufällig

 

 

 

Haupt- u. Dauerwaldnutzung planmäßig

7.300

730

750

800

Haupt- u. Dauerwaldnutzung zufällig

 

 

 

Summe

11.500

1.150

900

800

 

Der Nutzungsplan 2021 sieht eine Nutzung von 900 fm vor. Die Durchforstungsfläche beträgt

ca. 11,7 ha. Dabei fallen ca. 215 fm Nadelholz und 555 fm Laubholz (v.a. Eiche und Buche) an. Davon werden für den örtlichen Brennholzbedarf 240 fm als Polterholz zur Verfügung gestellt.

An unverwertbarem Holz fallen 130 fm Derbholz (unverwertbares Holz, z.B. Äste, Kronen) an.

 

Der ATU hat am 12.04.2016 (GRV 56/2016) anlässlich der Forsteinrichtungserneuerung 2017-2026 die Schlüsselindikatoren zur Walderhaltung, gesunden Waldökosysteme, Artenvielfalt, Schutzfunktion, Sozialfunktion Produktionsfunktion und Haushaltsfunktion und die Eigentümerziele anhand eines Fragekataloges beschlossen.

 

Zusammenfassung der Zielsetzung:

 

-          Waldfläche erhalten

-          Naturverjüngung

-          Einführung eines Alt- und Totholzkonzepts

-          permanente Rückegassen

-          Feinerschließungsrichtlinie

-          Schutzwälder.

 

 

Daraus ergeben sich folgende Planungsfestlegungen:

 

-          begrenzen des Holzeinschlags auf 8,7 Efm/Jahr und Hektar

-          Abbau des hohen Nutzungspotentials von Altholz und damit leichter Abbau des Holzvorrats insgesamt zur Reduzierung des Sturmrisikos

-          etablieren der klimatoleranten Baumarten, besonders Douglasie und Tanne

-          aufhalten des Nadelholz-Rückgangs

-          leichte Zunahme der Anbaufläche und Verjüngungsfläche

-          durch Naturverjüngung hoher Anteil der nachrückenden Waldgeneration

-          konstante Investitionen im Forsteinrichtungszeitraum

-          beibehalten eines positiven Betriebsergebnisses

 

 

 

 

 

Haushaltsplan

Rechnungsergebnis

 

Einnahmen

Ausgaben

Ergebnis

Einnahmen

Ausgaben

Ergebnis

2010

56.000

39.100

+ 16.900

  77.786

47.168

+ 30.618

2011

58.000

49.600

+  8.400

  65.114

44.276

+ 20.838

2012

57.700

45.800

+ 11.900

  58.800

44.251

+ 14.549

2013

55.200

41.700

+ 13.500

  63.727

38.042

+ 25.685

2014

59.500

46.200

+ 13.300

  49.173

27.466

+ 21.707

2015

53.100

36.000

+ 17.100

  97.608

48.635

+ 48.973

2016

51.500

36.500

+ 16.000

  70.414

43.243

+ 27.171

2017

77.700

76.600

+   1.100

119.739

85.618

+ 34.121

2018

60.900

56.800

+   4.100

  61.383

59.158

+   2.225

2019

84.600

139.800

-  55.200

104.210

114.007

- 9.797

2020

52.300

43.000

+ 9.300

 

 

 

2021

48.700

46.800

+ 1.900

 

 

 



Im Jahr 2020 erfolgte der planmäßige Einschlag. Im Gemeindewald blieben die Schäden durch Borkenkäfer und Trockenheit im Rahmen.

Die Erlöse durch Holzverkauf reichten aus, um die Kosten für Fällung, Aufarbeitung und Abfuhr auszugleichen und sogar noch einen Gewinn von fast 10.000 € zu erwirtschaften.

Im Nachtragsplan wurden die Aufwendungen und Erträge entsprechend angepasst.

 

 

Im Jahr 2021 sind als zusätzliche Maßnahmen eine Kultursicherung und Jungbestandspflege auf der Fläche (1,8 ha) vorgesehen. Ferner erfolgt eine Pflanzung von 1.000 Hainbuchen mit Zaunbau im Zusammenhang mit dem Klimaschutzkonzept des Gemeindetags „1.000 Bäume für 1.000 Kommunen“. Die Baumsetzlinge werden im Lützelbachtal auf einer Fläche von 0,2 ha an der Kreuzung Lützelbachtalweg/Geishaldenweg gepflanzt.

 

Die Gemeinde hat im Jahr 2017 den Antrag auf Beteiligung an einer Bodenschutzkalkung für den Gemeindewald, die vom Kreisforstamt koordiniert wird, gestellt. Der Staatswald und die umliegenden Kommunalwälder sollen flächendeckend eine Bodenschutzkalkung erfahren. Im Jahr 2020 wurden Bodenproben gezogen und analysiert. Das überraschende Ergebnis der Untersuchungen hat gezeigt, dass im Gemeindewald eher hohe Basensättigungen und ph-Werte vorliegen, nur an einzelnen Punkten wurde ein eher saures Milieu nachgewiesen. Im Gemeindewald besteht entsprechend aktuell kein Kalkungsbedarf. Somit nimmt die Gemeinde mit dem Kommunalwald nicht an der Bodenschutzkalkung im Jahr 2021 teil.

 

 

 

 

 

 

 

 

Priorität E: ./.

 

Dem Nutzungsplan und dem Betriebsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2021 wird zugestimmt.

 

 

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen                              Ja                                               Nein

 

   Ergebnishaushalt

         Teilhaushalt:                                                    Produktgruppe: 5550

 

   Investitionsmaßnahme      

         Investitionsauftrag:      

 

Ausgaben
in €

 

lfd. Jahr

Folgejahr(e)

davon VE

Planansatz

     

46.800

     

üpl / apl

     

     

     

Gesamt

     

     

     

 

Einnahmen
in €

 

lfd. Jahr

Folgejahr(e)

Planansatz

     

     48.700

üpl / apl

     

     

Gesamt